Eltern, lasst euch verwöhnen!

Die erste Zeit nach der Geburt kann sich anfühlen wie ein Nebel – die Tage fliegen dahin und die neue Familie ist fest damit beschäftigt, sich gegenseitig und den neuen Alltag kennenzulernen. Da rückt die Tatsache, dass die frischgebackene Mama eine Geburt hinter sich hat, vielleicht auch etwas in den Hintergrund.

Ich plädiere dafür, dass wir alle Mamas und alle Eltern nach geschaffter Geburt auf Händen tragen sollen: Denn so gut wie möglich erholte Eltern sind auch entspanntere, glücklichere Eltern. Und entspanntere, glücklichere Eltern sorgen wiederum für entspanntere, glücklichere Kinderlein.

  1. ZEIT – Zeit für nur sich und das Kleine ist so enorm wichtig und erholsam. Sie lässt hormonelle Prozesse ungestört in Gang kommen, schafft Raum für eine feste Bindung und zudem auch Fensterlein für kleine Nickerchen. Deshalb auch direkt zu Punkt 2:
  2. SCHLAF – wenn immer möglich, tags und nachts – jede Minute Schlaf oder auch nur mit geschlossenen Augen dösen hilft bei der Erholung.
  3. FESTMAHLZEITEN – Mama braucht gutes Essen: Für sich zur Regeneration, zur Blutbildung und zur Milchbildung. Dazu genügend zu Trinken (2-3l pro Tag!!) ist genauso wichtig. Vielleicht vor dem Einkauf gemeinsam eine «Wunschliste» schreiben?
  4. HÖHLE BEWACHEN – helft einander, dass der Besuch verteilt, gefiltert, selten und kurz kommt. Es kann sehr schwierig sein, sich bei seinen Liebsten abzugrenzen, ist aber ganz wichtig.
  5. VORLESEN – vielleicht ist es ganz schön, wenn Partner*innen der frischen Mama während der vielen stillenden Stunden ein Buch vorlesen?
  6. HAUSHALT ERLEDIGEN – nein, eine frische Mama soll wirklich nichts im Haushalt erledigen müssen.
  7. FRISCHE LUFT – entweder gemeinsam oder allein, frische Eltern (und Kinder) gehören jeden Tag ein wenig an die frische Luft. Dabei zählt nicht, wie weit und wie lange, sondern dass überhaupt.
  8. ENTLASTEN – Freiräume schaffen, damit beide duschen, ruhen, lesen oder was auch immer für sich tun können.
  9. BESTÄRKEN – gemeinsam seid ihr stark. Lasst euch gegenseitig machen, traut euch gegenseitig, dass ihr beide – auf unterschiedliche Weise – genauso gut für euer Kind da sein könnt. Lobt und helft einander und seid stolz aufeinander!
  10. KOMMUNIKATION – Tauscht euch regelmässig aus: Was funktioniert gut? Was nicht? Wo haben wir unterschiedliche Vorstellungen? Was haben wir bereits an guten Tipps füreinander?
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